Softwareentwicklung
Ein Agent mit einer eigenen Arbeitskopie des Quellcodes: Er übernimmt ein Issue, legt seine Änderung zur Prüfung vor und liest nach, was die automatischen Tests sagen. Zusammengeführt wird die Änderung von einem Menschen.
Die Lage
In jedem Repository liegt Arbeit, die niemand gern macht und die trotzdem gemacht werden muss: eine Programmbibliothek auf eine neue Version heben, eine Stilwarnung abarbeiten, einen Fehler nachstellen, den ein Ticket beschreibt. Sie ist zu klein für eine eigene Planung und zu groß, um sie nebenbei zu erledigen. Ein Agent, der auschecken, bauen und eine Änderung vorlegen kann, nimmt sie — vorausgesetzt, sein Zugang endet dort, wo der Auftrag endet.
Wie eine Änderung entsteht
Vom zugewiesenen Issue bis zum fehlgeschlagenen Testlauf, der ihn noch einmal weckt.
Das Issue kommt zu ihm
Ein Label, eine Meldung aus dem Repository oder ein regelmäßiger Blick in die Liste. Er nimmt sich, was ihm zugewiesen ist — nicht, was er interessant findet.
Er holt sich den Quellcode
Der Zugang dafür entsteht erst während der Arbeit. Die Arbeitskopie landet im Verzeichnis des Agenten, wo sie beim nächsten Mal wieder bereitsteht. Ältere Kopien werden automatisch entfernt, damit das Verzeichnis nicht unbemerkt volläuft.
Er arbeitet und legt vor
Änderung, Commit, Änderungsvorschlag — mit einer Beschreibung, was er getan hat und was nicht. Konnte er etwas nicht abschließen, schreibt er es ausdrücklich hinein, statt es zu überspielen.
Die Tests antworten ihm
Schlagen sie fehl, weckt ihn das erneut: Er liest das Protokoll und bessert nach. Das Zusammenführen bleibt beim Menschen — dafür hat die Plattform keine Automatik und soll auch keine haben.
Womit er dabei arbeitet
Die Systeme, die für diesen Bereich mitgeliefert werden. Fehlt eines, ist ein MCP-Server der schnellste Weg; wer eigene Weckereignisse und feinere Rechte braucht, schreibt ein Plugin.
- GitLab
- GitHub
- Jira
- Confluence
- VulnDB
Was die Plattform durchsetzt
Was ein Entwicklungs-Agent nicht selbst entscheidet.
Den Merge
Er legt vor, er führt nicht zusammen. Das ist keine technische Grenze, sondern die Stelle, an der ein Mensch das Ergebnis liest.
Wohin er darf
Der Netzzugang ist festgelegt: Der Agent erreicht die Adressen, die für ihn freigegeben sind, und keine anderen. Ein Programmpaket von irgendwoher zu laden, ist damit gar nicht erst möglich.
Was ihm fehlt
Braucht er ein Werkzeug, das in seinem Arbeitsplatz nicht enthalten ist, stellt er einen Antrag, statt sich eine Behelfslösung zu bauen. Ein Mensch entscheidet darüber.
Selbst ausprobieren
covey wird selbst betrieben: ein Programm, eine Postgres-Datenbank, Docker für die Arbeitsplätze. Die Anleitung steht in der Dokumentation.