Womit und woran Ihre Agenten arbeiten
Zwei Fragen. Womit ein Agent arbeitet, ist die Engine — das Werkzeug, das das Sprachmodell bedient; heute Claude, daneben ChatGPT. Woran er arbeitet, ist das Zielsystem: kein fest verdrahteter Anschluss, sondern ein Plugin, das seine Aktionen, seine Ereignisse und seine eigene Anleitung mitbringt. Beides wird in der Oberfläche aktiviert, mit Zugangsdaten versehen und einem Agenten zugewiesen.
Womit sie arbeiten
Die Engine ist das Werkzeug, das das Sprachmodell bedient. Hinterlegt wird, womit es bezahlt wird: ein Abo-Platz oder ein API-Schlüssel. Mehrere davon unter einem Namen ergeben die Kapazität eines Arbeitsplatzes. covey verteilt die Arbeit darauf, lässt jeden Agenten möglichst auf demselben Platz arbeiten und weicht auf einen anderen aus, sobald einer aufgebraucht ist.
Claude Code (Anthropic)
Die Engine, mit der covey heute arbeitet: Claude Code, ohne Oberfläche im Arbeitsplatz des Agenten. Sie kann eine Sitzung fortsetzen — davon hängt ab, dass ein Agent auf eine Kundenantwort warten kann, statt von vorn anzufangen — und meldet ihre Kosten und die Auslastung des Abos selbst, statt sie schätzen zu lassen. Abo-Platz oder API-Schlüssel, beides möglich.
Codex (OpenAI)
Als zweite Engine eingerichtet, mit beiden Zugangsarten: der API-Schlüssel als Umgebungsvariable, der ChatGPT-Login als Datei, die nur während des Laufs existiert. Wir haben den Betrieb noch nicht gegen das Programm selbst geprüft — und solange das so ist, steht hier „in Vorbereitung“ und nicht „unterstützt“.
educa AI
Die dritte Engine, und die erste, die vor einem Gateway sitzt statt vor einem einzelnen Anbieter: educa AI Core bedient neben der Schnittstelle von OpenAI auch die von Anthropic. covey nutzt dort deshalb dasselbe Claude-Code-Werkzeug wie sonst, nur gegen den educa-Endpunkt. Gegen die gehostete Instanz geprüft: Läufe funktionieren, Werkzeuge werden ausgeführt, eine Sitzung lässt sich fortsetzen. Ein Token, zwei Vertragsformen (nach Verbrauch oder als Kontingent). Den Geldbetrag, den das Werkzeug meldet, übernehmen wir bewusst nicht — er beziffert einen fremden Vertrag. Die Tokenzahlen bleiben, denn die sind gemessen.
Weitere Engines
Eine Engine ist ein Plugin, das sich selbst anmeldet: eine Datei, die angibt, welche Zugangsdaten sie braucht und in welcher Form, ob sie eine Sitzung fortsetzen kann und wo sie ihre Anleitungen sucht. Was dort steht, prüft die Plattform beim Zuweisen — für die nächste Engine braucht es dann keine Sonderbehandlung.
Arbeit, die hereinkommt
Zammad
Tickets sichten, beantworten, den Status setzen, eskalieren. Sobald ein Kunde antwortet, meldet Zammad das an covey, und der Agent wird geweckt — er muss also nicht ständig nachsehen.
Salesforce
Fälle aus der Service Cloud als Arbeitsvorrat: einen Fall mit seiner ganzen Konversation lesen, die offenen finden, nachschlagen, wie dieselbe Frage früher beantwortet wurde, und antworten — als interne Notiz, als im Kundenportal sichtbarer Kommentar oder als echte E-Mail. Anhänge in beide Richtungen, Status und Eskalation inbegriffen. covey sieht regelmäßig nach, ob etwas anliegt; zusätzlich kann Salesforce von sich aus Bescheid geben.
Zendesk
Support-Tickets als Arbeitsvorrat: ein Ticket mit seinem ganzen Verlauf lesen — zusammengesetzt aus dem Audit-Trail, damit keine ältere Antwort übersehen wird —, sich ansehen, was der Kunde angehängt hat, nachschlagen, wie dieselbe Frage früher beantwortet wurde, und antworten: als interne Notiz oder als Antwort, die der Kunde sieht. Status setzen, eskalieren, Duplikate zusammenführen. covey sieht regelmäßig nach, ob etwas anliegt; wer will, lässt Zendesk selbst Bescheid geben.
GitHub
Issues und Pull Requests als Arbeitsvorrat: Quellcode auschecken, die Korrektur auf einem eigenen Branch, Pull Request mit einem QS-Agenten als Prüfer — einschließlich der Runde, die auf Anmerkungen und fehlgeschlagene Prüfläufe folgt. GitHub meldet neue Ereignisse selbst; zusätzlich sieht covey regelmäßig nach.
GitLab
Issues als Arbeitsvorrat, Quellcode auschecken, die Korrektur auf einem eigenen Branch, Merge Request an den Vorgesetzten — und danach die Runde, die auf Anmerkungen und eine fehlgeschlagene Pipeline folgt.
Jira
Das Board, auf dem eine Firma tatsächlich plant — als Cloud-Version wie im eigenen Rechenzentrum. Arbeit über eine Suchabfrage finden, ein Ticket mit seinem Verlauf und seinen Bildschirmfotos lesen, es übernehmen, durch seinen Ablauf bewegen und mit Labels, Schätzungen und Unteraufgaben aktuell halten. Der Code bleibt in GitLab oder GitHub; die Ticketnummer verbindet beides — deshalb stellt der Agent sie jeder Commit-Nachricht voran.
E-Mail (IMAP/SMTP)
Ein eigenes Postfach für den Agenten: den Eingang sichten, antworten, ablegen. Für alles, was ohne Portal und ohne Programmierschnittstelle hereinkommt.
Microsoft Teams
Ein Chat-Kanal über den Azure Bot Service: Nachrichten empfangen und senden. Jeder eingehende Aufruf wird kryptografisch auf seine Echtheit geprüft.
Google Search Console
Was eine Suchmaschine mit einer Seite gemacht hat — im Unterschied zu dem, was die Seite über sich behauptet: welche Adressen indexiert sind, welchen Canonical Google statt des deklarierten gewählt hat, wonach jemand gesucht hat, bevor er ankam. Lesend bis auf das Einreichen einer Sitemap, und der OAuth-Bereich wird je Aktion gewählt: ein Agent mit Leserecht hält einen Token, der nicht schreiben kann.
Dateien & Dokumente
Confluence
Die Dokumentation, an der Ticket und Code hängen — als Cloud-Version wie im eigenen Rechenzentrum. Eine Seite über Stichworte oder eine Suchabfrage finden, sie lesen, einen Abschnitt anhängen, kommentieren, mit Labels versehen, Dateien anhängen. Von hier kommt kein Weckruf: Der Agent kommt hierher, während er an etwas anderem arbeitet, und schreibt, wenn diese Arbeit fertig ist.
Nextcloud
Eine Dateiablage über einen Freigabelink oder ein Konto: auflisten, lesen, schreiben, Ordner anlegen. Der Zugriff läuft über WebDAV — für einen Agenten genügt der Link.
SharePoint / Teams-Dateien
Dieselben Dateizugriffe im Microsoft-Umfeld: eine Dokumentbibliothek über eine registrierte Anwendung in Entra ID, mit genau den Rechten, die sie braucht.
Web & Sandbox
Browser (headless Chrome)
Der Notausgang für Web-Anwendungen ohne eigenes Plugin: Seiten öffnen, Text lesen, klicken, tippen, Bildschirmfotos ablegen. Welche Seiten überhaupt erreichbar sind, entscheidet die Freigabeliste für den Netzzugang.
Dev-Sandbox
Der eigene Computer des Agenten: Befehle ausführen, Entwicklungsserver und Datenbanken starten, prüfen und wieder abräumen.
Schwachstellen-Datenbanken
Bekannte Sicherheitslücken in den verwendeten Programmbibliotheken: hinein geht die Datei mit den festgelegten Versionen, heraus kommen Befunde mit Kennung, Schweregrad und der Version, die den Fehler behebt — passend zum verwendeten Versionszweig. Für npm, Composer und Dart/Flutter.
Kubernetes
In einen Cluster hineinsehen, ohne ihn zu verändern: Zustände und Neustarts der Pods, das Protokoll eines abgestürzten Containers, Ereignisse, Workloads, Ingresses, Rechte und Netzwerkregeln. Zugangsdaten im Cluster bleiben unlesbar, und der gewünschte Soll-Zustand kommt weiterhin aus dem Infrastruktur-Repository.
Fehlt eines? Selbst anbinden statt warten.
Zwei Wege, ohne auf eine neue Version zu warten — beide in der Oberfläche, ohne dass etwas neu ausgerollt werden muss.
REST-System per Manifest
Eine JSON-Datei beschreibt die Anmeldung, die Aktionen und die Felder eingehender Ereignisse. Hochladen, aktivieren, zuweisen — ohne eine Zeile Programmcode.
MCP-Server
Jeder Server, der das Model Context Protocol spricht, lässt sich als Zielsystem eintragen. covey erkennt selbst, welche Werkzeuge er anbietet; Sie geben je Agent frei, welche davon er benutzen darf.
Die Zugangsdaten bekommt der Agent nie zu sehen
Kein dauerhaftes Passwort und kein dauerhafter Schlüssel liegt im Arbeitsplatz des Agenten. Jeder Zugriff läuft über die Steuerung von covey: Sie prüft, ob er erlaubt ist, setzt die Zugangsdaten erst dort ein und schreibt den Vorgang ins Protokoll. Was ein Agent darf, steht in der Konfiguration der Plattform und nicht in seinem Prompt.
Und der Rest der Plattform?
Zielsysteme sind die eine Hälfte. Die andere ist alles, was drumherum dafür sorgt, dass Sie einer Belegschaft aus Agenten vertrauen können.